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Wie läuft eine Therapie bei Diabetes Typ 2 ab?

Da der Diabetes mellitus Typ 2 sich während einer Behandlung in verschiedene Richtungen entwickeln kann, gibt es viele Therapieansätze und die Möglichkeit, die Behandlung im Laufe des Heilungsprozesses stetig anzupassen. Allerdings ist bei der folgenden Einteilung zu beachten, dass es sich eher um ein Grundgerüst handelt und die Reihenfolge sowie die Dauer immer stark vom Zustand des Patienten abhängen. Die Therapie verläuft in verschiedenen Stadien, wobei sie in Basistherapie, medikamentöse Behandlung mit einem oralen Antidiabetikum, medikamentöse Behandlung mit zwei oralen Antidiabetika und die Behandlung mit Insulin eingeteilt wird. Die meisten Erkrankten könnten auf eine Behandlung mit Medikamenten verzichten, wenn sie ihr Gewicht dauerhaft, bspw. durch Sport, reduzieren würden, da durch Bewegung der Anteil der außenliegenden Rezeptoren je Zelle erhöht wird, verbessert sich die Aufnahmefähigkeit der Körperzellen für Insulin wieder. Deshalb sind Schulung und Motivation, die Umstellung der Essgewohnheiten und des Lebensstils, Gewichtsreduktion und Bewegung die ersten und wichtigsten Therapiepunkte der Basistherapie zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Sind diese grundlegenden Maßnahmen nicht genug und der Hba1c- Wert liegt nach dreimonatiger Behandlung bei über 7 %, muss eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden.

Wie verläuft eine medikamentöse Therapie?

Dabei wird zunächst nur ein Antidiabetikum verwendet. Die Verschreibung unterschiedlicher Medikamente wird nach Normalgewicht und Übergewicht unterschieden. Allerdings gibt es immer noch weitere Optionen, welche in der Regel bei Sonderfällen zum Einsatz gebracht werden.

Wird nach weiteren 3 Monaten festgestellt, dass der Hba1c- Wert immer noch über 7 % liegt, so wird ein zweites orales Antidiabetikum verschrieben. Die Auswahl des zweiten Medikaments erfolgt nach den gleichen Kriterien wie die des ersten und soll den Effekt der bereits begonnenen Therapie unterstützen. Allerdings kann auch vor Einsatz eines zweiten Medikaments noch auf andere Alternativen zurückgegriffen werden (z.B. Insulin zur Nacht plus Metformin (bzw. SH/ Glinide).

Wann wird mit Insulin behandelt?

Stellt sich nun heraus, dass nach dreimonatiger Behandlung der Hba1c-Wert noch immer über 7 % liegt, wird in der Regel mit einer dauerhaften Insulinbehandlung begonnen. Das Vorgehen bei diesem Therapieabschnitt wird stark vom individuellen Zustand des Patienten beeinflusst. Hierbei spielen zum Beispiel eine längere Diabetesdauer (um die 15 Jahre), abnehmendes Gewicht und Verschlechterung der Glykämie eine Rolle.

Man kann in der Regel von drei Krankheitsbildern sprechen, die mit Insulin zu behandeln sind. Das ist einmal der Diabetiker, der einen dauerhaft zu hohen Nüchternblutzuckerwert aufweist, zum anderen der Patient, welcher unter einem stark erhöhten Blutzucker nach den Mahlzeiten leidet und drittens der zu Behandelnde, bei dem beides der Fall ist. Die konventionelle Therapiemethode beschreibt die Behandlung eines Typ- 2- Diabetikers mit ersterem Problem. Ihm wird in der Regel ein Langzeitinsulin verabreicht. Das sollte entweder vor dem Zubettgehen geschehen oder am Morgen vor dem Frühstück.

Die supplementäre Insulintherapie wird in der Regel angewandt, wenn ausreichend Insulin zu den Mahlzeiten nicht mehr vom Körper bereitgestellt wird. Es werden Normal-Insulin oder schnelle Insulin-Analoga empfohlen, um die Insulinfreisetzung im Körper zu unterstützen. Dadurch, dass bei dieser Therapiemethode noch relativ viel Eigeninsulin im Körper des Patienten vorhanden ist, also eventuell zu niedrig dosierte Insulindosen ausgeglichen werden können und somit das Unterzuckerungsrisiko sinkt, wird diese Behandlungsmethode als relativ sicher betrachtet.

Erkrankte, die an beiden Formen der Blutzuckerschwankungen leiden und bereit sind, eine intensivere Blutzucker- Selbstkontrolle durchzuführen, können eine intensivierte- konventionelle Insulintherapie durchführen. Hierbei werden ihnen sowohl Langzeitinsuline verschrieben, sowie in Eigenverantwortung auch schneller wirksame Insuline für die Selbstverabreichung zur Verfügung gestellt. So können die Patienten sich situationsabhängig selbstberechnete Mengen verabreichen und somit ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren.